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Vor einigen Jahren war es üblich, diese Frage zu stellen, wenn sich jemand mit seinen Freunden über diesen Stadtteil von Berlin unterhielt. „Ich war neulich in Schöneweide zum Konzert.“  „Vorige Woche habe ich in Schöneweide einen guten Freund getroffen.“ Oder ganz verrückt: „Wir haben in Schöneweide ein Café aufgemacht.“ Sofort kam prompt die Frage: Wo? Schöneweide? Begleitet von einem mitleidigen Kopfschütteln und guten Ratschlägen zum Überleben. Ein Teil der Stadt, das schon, aber was zum „Henker“ hast Du dort verloren? Ja, zum Bespiel ein kleines Café aufmachen.

Acht Jahre sind vergangen, und einige der Ratgeber von damals fragen uns heute nach der Telefonnummer unseres Vermieters. Die Stimmung hat sich gewandelt, und das hat sich auch in Irland herumgesprochen. Vor vielen Jahren hat sich eine Gruppe von irischen Investoren einen großen Teil des ehemaligen Transformatorenwerks gekauft. Und das nicht etwa, um weiterhin Transformatoren herzustellen. Der Zweck des Kaufes war eher langfristig gedacht.
Nun scheint die Zeit gekommen zu sein, mal ein bisschen auf den Busch zu klopfen. Mit Hilfe des ehemaligen Stadtentwicklungssenators Strieder, der mittlerweile als Lobbyist für den Eigentümer tätig ist, haben sich die Jungs aus Irland bei der BVV mit einem Antrag vorgestellt. Laut Flächennutzungsplan für dieses Gebiet ist bisher eine gewerbliche Nutzung vorgeschrieben, das Wohnen auf dem Gelände war ausgeschlossen. Also haben sich kleine Handwerksbetriebe und Künstler in die alten Hallen und Gebäude eingemietet. Das soll sich nun ändern. Der irische Investor will das Gelände komplett umgestalten und einen großen Teil für den Bau von Wohnungen nutzen. Mit der Begründung, dass die Erhaltung der denkmalgeschützten Gebäude teuer sei. Also ein Viertel der umbauten Fläche – und das hauptsächlich entlang des Spreeufers in Form von neu gebauten Eigentumswohnungsblocks – soll das Geld bringen, von dem sie beim Kauf schon wussten, dass sie es brauchen. Bezahlen werden es am Ende die Nachbarn, durch die erheblich gestiegene Vergleichsmiete.
Es sollte doch auch weiterhin möglich sein, in Berlin nicht nur zu wohnen, sondern auch  zu arbeiten. Wir brauchen innerstädtische Gewerbeflächen. Das Gelände der „Rathenauhallen“ hat mittlerweile ca. 70 Mieter, auf dem Gelände arbeiten etwa 400 Menschen. Die sind in Gefahr, verdrängt zu werden. Denn Eigentumswohnungen und Arbeitsgeräusche stehen sich sehr oft im Weg. Wieso soll ein Fehler, der in Berlin wiederholt gemacht wurde, in Schöneweide noch einmal gemacht werden? Deshalb liegt zu diesem Thema ein Einwohnerantrag im Industriesalon, der PEAK Buchhandlung, der Espressobar Lalü und weiteren Orten in Schöneweide zur Unterschrift aus.

LaLü

Wo?? In Schöneweide!!

- - - - - editorial - - - - -

Dezemberr 2015

der 22. Dezember wird der kürzeste Tag dieses sich seinem Ende zuneigenden Jahres sein. In Berlin geht dann die Sonne um 8.15 Uhr auf, um sich bereits um 15.54 Uhr wieder zu verabschieden. Unser Zentralgestirn wird an jenem Dienstag 7 Stunden, 39 Minuten und 5 Sekunden Tageslicht spenden.
In keinem anderen Monat des Jahres sind wir so sehr auf künstliche Beleuchtung angewiesen wie im Dezember.

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WO?? Schöneweide??

Vor einigen Jahren war es üblich, diese Frage zu stellen, wenn sich jemand mit seinen Freunden über diesen Stadtteil von Berlin unterhielt. „Ich war neulich in Schöneweide zum Konzert.“  „Vorige Woche habe ich in Schöneweide einen guten Freund getroffen.“ Oder ganz verrückt: „Wir haben in Schöneweide ein Café aufgemacht.“ Sofort kam prompt die Frage: Wo? Schöneweide? Begleitet von einem mitleidigen Kopfschütteln und guten Ratschlägen zum Überleben. Ein Teil der Stadt, das schon, aber was zum „Henker“ hast Du dort verloren? Ja, zum Bespiel ein kleines Café aufmachen.

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