Menü

„In 18 Tagen um die Welt – Märchen und Geschichten aus der Frankophonie“ werden vom 7. bis 24. November erzählt.

Es war einmal ein König, der hieß Franz. Genauer genommen hieß er Franz I., denn es hatte vor ihm in seinem Land noch keinen anderen Franz gegeben. Er war ein schlauer König und mochte keine komplizierten Angelegenheiten. Deshalb beschloss er eines Tages, dass alle gebildeten Menschen in seinem Reich es einfacher haben sollten, wenn sie ihm oder einem seiner Diener schreiben wollten.

Er befahl in einem langen Text, der von Boten überall vorgetragen wurde, dass von nun an alle Briefe, Urkunden, Gesetze und überhaupt alle Schriftstücke in seinem Reich nicht mehr in der Sprache der Kirche, dem Lateinischen, oder anderen Regionalsprachen, sondern nur noch in Franz‘ eigener Sprache geschrieben werden sollten – dem Französischen.

Das alles geschah vor fast 500 Jahren, aber es ist noch heute wichtig für uns. Denn mit dem sogenannten „Edikt von Villers-Cotterêts“ wurde Französisch 1539 zur offiziellen Amtssprache in Frankreich. Das war die Geburtsstunde einer Weltsprache. Von Frankreich aus wurde das Französische auf verschiedenen Wegen in die ganze Welt getragen. Heute sprechen etwa 220 Millionen Menschen weltweit Französisch. All diese Menschen formen zusammen die sogenannte „Frankophonie“. Vielfältig sind die Verbindungen und Netze, welche von der französischen Sprache begründet wurden. Zusammen mit der Sprache kam, ausgehend von Paris, auch eine ganze Kultur bei Europas Höfen an, wie man auch in einigen preußischen Schlössern, beispielsweise Sanssouci, noch heute sehen kann. Nicht zuletzt die Hugenotten bereicherten die preußische Lebenswelt mit ihrer Kultur.

Märchenland feiert 2013 die Schönheit und die Ausdrucksstärke der französischen Sprache und widmet deshalb die 24. Berliner Märchentage dem frankophonen Sprachraum weltweit. Neben den europäisch-französischen wird es auch Märchen aus vielen anderen Regionen geben. Gedanklich werden wir nach Afrika reisen, von wo Geschichtenerzähler zu uns kommen, die sogenannten Griots, die uns uralte Epen überliefern. Auch die nordafrikanische und die arabische Welt sind eng mit der Frankophonie verknüpft. Weiter reisen wir über ferne Ozeane, wo aus Haiti, aber auch von den Seychellen fremdartige und farbenfrohe Märchen von klugen Kindern und gerissenen Affen und Hasen zu uns dringen. In Vietnam und Laos kommen wir vorbei. Auch nach Nordamerika soll es gehen: Mit Märchen und Erzählungen aus Franko-Kanada gleiten wir wie mit dem Pferdeschlitten durch die schneebedeckte Wildnis.

An 300 Orten in Berlin und Umgebung werden 800 Veranstaltungen Klein und Groß mit Märchen aus allen Regionen der Welt verzaubern. Die Schirmherrschaft der Berliner Märchentage übernimmt traditionell der Regierende Bürgermeister von Berlin sowie in diesem Jahr die BotschafterInnen von Frankreich, Kanada, Togo und Kambodscha.

Auch in allen Bibliotheken und anderen Plätzen in Treptow-Köpenick finden Veranstaltungen statt. Um Voranmeldung wird gebeten!

Bon voyage!

kurz $ knapp

Sie möchten anderen Kulturinteressierten den Besuch einer bestimmten Veranstaltung dringend empfehlen?

Oder den Besuchern des Kulturfensters einen Veranstaltungsort besonders ans Herz legen?

Oder ein Event hat Ihnen außerordentlich gut gefallen? Oder vielleicht auch nicht?

In der Rubrik kurz & knapp
haben Sie dazu die Möglichkeit!

Anmelde-Formular

Letzter Monat Januar 2018 Nächster Monat
Mo Di Mi Do Fr Sa So
week 1 1 2 3 4 5 6 7
week 2 8 9 10 11 12 13 14
week 3 15 16 17 18 19 20 21
week 4 22 23 24 25 26 27 28
week 5 29 30 31

 

Kiezkultur
übern Tellerrand

Das Internetportal für Kiez-Kultur
in den Berliner Bezirken!
Ausgehend von unseren Erfahrungen bei der Herausgabe bezirklicher Kultur-Magazine in gedruckter Version seit 2003 ging im Februar 2009 mit dem Kulturfenster Berlin eine neue Plattform für die Bezirke online.

Ihr Bezirk ist noch nicht vertreten?

Nehmen Sie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
mit uns auf!
nach oben